Misery – ein Psychothriller von Simon Moore

Misery ein Psychothriller von Simon Moore nach dem Roman von Stephen King

Mit Wieslawa Wesolowska und Mathieu Carrière in den Hauptrollen
Regie: Frank Müller
Bühne/Licht: Andreas Großheim
Produktion: Theaterhaus Köln, Müller-Großheim

Nach einem Autounfall in den verschneiten Bergen von Colorado wird der verletzte Bestsellerautor Paul Sheldon von der Einsiedlerin Annie Wilkes gerettet. Sie zerrt ihn aus dem Autowrack und verfrachtet ihn in ihr entlegenes Heim. Alles scheint gut zu werden, denn Annie erweist sich als gelernte Krankenschwester und großer Fan von Pauls Romanen. Tragischerweise ist sie mit dem fertigen Manuskript, das sie in Pauls Tasche findet, nicht einverstanden und wird zur Furie: Mit rigorosem Nachdruck hämmert sie dem Schriftsteller ihre Enttäuschung ein. Dabei bedient sie sich nicht nur verbaler Mittel. Halbwegs wieder bei Sinnen, sieht sich der nun bis zur Fluchtunfähigkeit malträtierte Paul mit einer Schreibmaschine konfrontiert und dem Befehl, sein Buch auf ein Happy-End hin umzuschreiben. Das Buch von Stephen King (erschienen unter dem Titel „Sie“ und der Film „Misery“ sind wahre Meisterwerke des Horror-Genres. Die Bearbeitung für das Theater durch Simon Moore ist nun ein weiterer Glücksgriff: Sie macht diesen faszinierenden Stoff für die Bühne spielbar, ohne ein bloßer Abklatsch von Buch oder Film zu sein – und sie garantiert einen unterhaltsamen Theaterabend für Zuschauer mit starken Nerven. Misery „Das Schreiben verursacht kein Leid, es wird aus Leid geboren“ (Montaigne) Paul ist ein erfolgreicher Autor.  Annie ist Krankenschwester und sein größter Fan.  Sie zieht ihn aus dem Wrack seines Wagens, bringt ihn zu sich nach Hause, schient seine übel zugericheten Beine und versorgt ihn mit schmerzstillenden Drogen.  Als Gegenleistung braucht er nur eins zu tun – ein Buch schreiben, ganz nach ihrem Geschmack, nur für sie.  Alles über Misery, die romantische Titelheldin ihrer Lieblingsbücher.  Die er getötet hat und nun zu neuem Leben erwecken muß. Denn wenn er sich weigert, wenn er ungezogen ist und nicht tut, was die liebe Schwester Annie ihm sagt, wird sie böse.  Sehr böse. Und bestraft ihn.  Also schreibt Paul, schreibt und schreibt, Kapitel für Kapitel. Er schreibt um sein Leben … Nach Fertigstellung des erpreßten Romans wird der ungleiche Kampf immer verbissener, skurriler und gewalttätiger. Annis Forderung nach einem weiteren Roman, ihr Wortbruch und ihr übersteigertes Verlangen nach Zuwendung und Liebe lassen das Opfer zum Täter werden. – Sie weiß nicht, daß er diesen Roman schon geschrieben hat, mit einem fürchterlichen Schluß Ein skuriler Thriller. „Sie sind so gütig“, sagte sie sanft, „ich habe immer gewußt, daß sie das sein würden. Als ich Ihre Bücher gelesen habe, da wußte ich es.  Ein Mann, der Misery Chastain erfinden konnte, der kann nicht anders sein.“ Plötzlich waren ihre Finger in seinem Mund, eine schockierend intime Geste, aber auf schmutzige Weise höchst willkommen. Er saugte die Kapseln zwischen ihnen heraus und schluckte sie, noch bevor sie ihm das Wasserglas an den Mund halten konnte. „Wir werden hier sehr glücklich sein“, sagte sie, und wenngleich ein Blitzschlag des Entsetzens Pauls Herz zerriß, öffnete er immer noch nicht die Augen. „Das Beste, was Stephen King je geschrieben hat“ New York Times