Shoppen und Ficken

Shoppen und Ficken rührt fast alles an Schockthemen zusammen, was unsere heutige Gesellschaft zu bieten hat: sexueller Mißbrauch durch den eigenen Vater, ein Kind auf dem Schwulenstrich, Ecstasy-Drogenwahn und Pornovideos; ein Großdealer, der erfolglosen Straßenhändlern schon mal mit der Black & Decker-Bohrmaschine ein Loch in die Schädeldecke treibt; und eine WG von Verlierern, die aus ihrem Leben nichts machen.

Regie: Frank Müller
mit: Justine Hauer, Dimitri Tellis, Jürgen Schüller, Jörg Kernbach, und Mark Zak
Bühne/Licht: Andreas Grossheim

Mark Ravenhill, studierter Theaterwissenschaftler, Dramaturg und Regisseur. Er fängt so schockierend wie moralisierend das Lebensgefühl der 90er ein, spiegelt unsere rastlose, obszöne neue Welt der Spielhöllen, des manischen Konsums, der Drogen, Ex-und-hopp-Affären und Persönlichkeitsstörungen – ebenso wie die darunter verborgene Sehnsucht nach Zuneigung (The Times). Die Uraufführungsinszenierung auf der Studiobühne des Londoner Royal Court Theatre wurde 1996 überwiegend als Infragestellung der Gesellschaft aufgenommen.